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Hochschulgruppe München YoungNet People

Veranstaltungsarchiv

SPS-Seminar 2002

Jedes Jahr im Januar veranstaltet der VDE zusammen mit ABB (Asea Brown Boveri) ein SPS Seminar in München. (Das Seminar ist für Studenten kostenlos). So auch in diesem Januar. Es fand bei ABB in München an der Garmischer Straße statt. Dieses Seminar dauerte zwei Tage. Teilnehmer außer den Studenten waren Ingenieure und Facharbeiter, die in ihrem Beruf mit speicherprogrammierten Steuerungen zu tun haben, und die sich über die neuen Möglichkeiten informieren wollen.

Die Ausstattung des Seminars ist sehr gut. Fast jeder einzelne hatte einen eigenen Aufbau zur Verfügung. So ein Aufbau besteht aus einer aktuellen SPS von ABB (bei uns eine Steuerung der Serie 07KT97) mit einem zusätzlichen Ein/Ausgabemodul, einer Testumgebung aus Potis, Leds, Schaltern, Siebensegment- und Analoganzeigen, die bereits mit den Aus- und Eingängen der SPS verbunden sind. Zu jedem Aufbau gehört auch ein Notebook, das über die serielle Schnittstelle mit der SPS verbunden wird und als Programmiergerät oder zur Visualisierung dient. Der Seminarleiter, Dieter Druschke, hatte an seinem Arbeitsplatz zusätzlich einen Beamer, so dass ihm jeder „über die Schulter schauen“ konnte.

Zuerst stellte Herr Druschke ABB und deren SPS vor. Er gab einen kurzen Überblick über die Möglichkeiten der Steuerung und untermauerte diese mit Beispielen wo und wie in der Praxis die Steuerungen von ABB eingesetzt werden. Und ging’s auch schon los: Jeder Teilnehmer musste selbst Hand anlegen. Wir bekamen kleine Aufgaben gestellt, an jedem Arbeitsplatz wurde dann eine Lösung erarbeitet und schließlich stellte der Seminarleiter eine Lösungsmöglichkeit vor.

Zuerst programmierten wir die Steuerungen im Funktionsplan, dann mit strukturiertem Text (einer pascalähnlichen Programmiersprache) und schließlich auch mithilfe eines Ablaufplans. Die Programmiersoftware, die auf den Notebooks unter Windows NT läuft ist sehr komfortabel und einfach zu bedienen und bietet zahlreiche Möglichkeiten. So kann man z.B. den Status der Steuerung überwachen, Werte abfragen oder auch zu einem Programm eine Visualisierungen anlegen.

Die Schwierigkeiten der gestellten Aufgaben steigerte sich und die letzte Übung nach den zwei Tagen bestand darin, zwei Steuerungen via Arcnet zu verbinden und von der einen Steuerung auf die Testumgebung der anderen zuzugreifen.

In diesen zwei Tagen, in denen sich ABB auch um das leibliche Wohl der Teilnehmer kümmerte, bekam man einen sehr guten Überblick über die Fähigkeiten einer solchen SPS und auch darüber, wie einfach eine SPS zu programmieren und einzusetzen ist. Die Teilnahmebestätigung, die man anschließend zugeschickt bekam, ist neben den ausführlichen Unterlagen eine nette Erinnerung und macht sich evtl. auch gut als Beilage zu einer Bewerbung.



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