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Hochschulgruppe München YoungNet People

Veranstaltungsarchiv

Exkursion zu BMW (Automotive)


Am 24. Juni 2005 war es mal wieder soweit: Die nächste Exkursion der VDE Hochschulgruppe stand an. Diesmal zu einem der begehrtesten Arbeitgeber Deutschlands, BMW. Genauer gesagt ins BMW FIZ, dem Forschungs- und Innovationszentrum, einem riesigen Gebäudekomplex auf einem Gelände von ca. 300000m², wo über 8000 Mitarbeiter neue technische Entwicklungen vorantreiben.

Zu Beginn der Exkursion musste jeder der 25 Teilnehmer beim Pförtner seinen Personalausweis abgeben und erhielt im Gegensatz dazu einen Besucherausweis. Der erste Programmpunkt war natürlich die Begrüßung, sowie ein Vortrag über das FIZ, dessen Entstehung und Vorzüge.
Dann begann die Führung durch das Entwicklungszentrum, das extra für Gruppen wie uns diverse Stationen zur Präsentation bot, um Interessierten die Innovationskraft der BMW Group zu demonstrieren.
Als erstes wurde uns die Thematik der Clean Energy näher gebracht. Im Gegensatz zu vielen anderen Auto-Herstellern, die mit der Brennstoffzelle liebäugeln, hat sich BMW den Antrieb mit Wasserstoff als Forschungsthema gesetzt. Auch wenn man hierbei einen zusätzlichen Tank voll mit dem verflüssigten Gas benötigt, was einen großen Platzbedarf und ein hohes Gewicht zur Folge hat, kann man bei Wasserstoff den gleichen Verbrennungsmotor verwenden, der beim reinen Benziner zum Einsatz kommt. Die Fahrleistungen und der damit verbundene Fahrspaß bleiben somit nicht auf der Strecke. Die nächste Station war der Design-Raum, der einem die Entwicklungsschritte von der Skizze bis zum fertigen lebensgroßen Modell eines neuen Autos näher bringen sollte. Dort war unter anderem ein „Clay-Modell“ zu sehen, ein lebensgroßes Model aus einer plastilinähnlichen Masse, sowie der nächste Schritt im Design-Prozess, einem Sitzmodell eines BMW Z4, welches dem fertigen Automobil täuschend ähnelte, aber nur aus Plastik, Metall und Holz bestand. Im selben Raum bekamen wir dann noch einen Film vorgeführt, in dem der BMW-Chef-Designer in einen unnachahmlichen Deutsch-Englisch-Mischmasch von dem Design des Z4 schwärmte.
Die Führung ging weiter in einen aus irgendeinem Grund stark klimatisierten Raum, in sich neben einem Wasserspender für die durstigen Exkursionsteilnehmer auch einige Sitzgelegenheiten und eine große Leinwand befanden. Nachdem wir mit 3D-Brillen ausgestattet wurden, konnten wir 3-dimensional virtuell durch ein Auto fliegen, was auch von den Entwicklern gerne benützt wird, um einen Prototypen möglichst realistisch zu betrachten und bestimmte Dinge zu testen, lange bevor das echte Auto zur Verfügung steht. Die nächste Station der Führung durch das FIZ war die Crash-Simulations-Anlage, für die normalerweise niemand einfach so Zutritt bekommen kann, da sonst Betriebsabläufe gestört werden könnten. Für uns war es ausnahmsweise möglich einem Belastungs-Test eines Dachkoffers beizuwohnen, der Beschleunigungen von bis 60G ausgesetzt wurde, um ihn danach auf Beschädigungen untersuchen zu können.
Der nächste Programmpunkt war der Besuch der Anlage für Betriebsfestigkeit und Belastungstests, die angesichts des Termins Freitag Nachmittag völlig menschenleer war. Nur einige Maschinen quälten diverse Auto-Teile und simulierten eine Fahrt auf dem Nürburg-Ring, dessen Strecken-Parameter in einer realen Testfahrt zuvor gesammelt wurden. Die letzte Station unserer Exkursion war der Lichtkanal. Dort wurden in einem komplett abgedunkelten schwarzen Raum verschiedene Scheinwerfer von aktuellen BMW-Modellen sowie Fremdfabrikaten an ein Lichtpult angeschlossen, um die Lichtkegel der unterschiedlichen Technologien zu demonstrieren.

Damit war die Exkursion auch schon wieder am Ende angelangt, sodass wir uns Richtung Ausgang begaben, dort unsere Besucherausweise wieder abgaben, und uns zu guter Letzt noch vor dem Haupteingang für das Gruppenfoto postierten.

(Robert Dietrich)



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